Presseaussendung von UNITED CREATURES am 17.07.2013

Die Kampagne „Deine Entscheidung“ verdeutlicht den direkten Zusammenhang zwischen unserer Kaufentscheidung bei Lebensmitteln und ihrer Auswirkung auf Umwelt, Gesundheit und Tierschutz. Die Kampagne ermutigt KonsumentInnen zur bewussten Wahl der Produkte beim Einkauf.

Was bedeutet Fleisch für die KonsumentIn? Wie reagieren Menschen, wenn der Griff in die Fleischtheke panisches Schweinequieken auslöst? Schrecken Sie zurück, oder greifen sie trotzdem zu? Der Kampagnenclip der Initiative „Deine Entscheidung“ verfolgt diese Frage. Er hat VerbraucherInnen im Supermarkt mit versteckter Kamera gefilmt, und anschließend befragt. Der Videoclip verdeutlicht den Konflikt, in den Menschen geraten, wenn sie mit dem Thema Tierleid in direktem Zusammenhang mit dem eigenen Konsumverhalten konfrontiert werden. „Deine Entscheidung“ ist eine Initiative von UNITED CREATURES und dem Vegetarierbund Deutschland (VEBU). Ziel ist, die KonsumentIn aufzuklären, und eine gesunde, fleischlose Ernährung als attraktive Alternative nahe zu bringen. Hinweise über die vielen Möglichkeiten zum Kauf tierleidfreier Lebensmittel sollen dabei helfen.

Mit Informationen und Fakten beleuchten die Kampagnenmacher die verschiedenen Aspekte des Fleischkonsums. Die Kapitel „Es ist sauheiß“ und „Es tut sauweh“ zeigen die Folgen von Fleischverzehr und Massentierhaltung auf Umwelt und Tierleid. Die Kategorien „Ich fühle mich saustark“ und „Es schmeckt saugut“ verdeutlichen gesundheitliche Aspekte und wie einfach ein Einstieg in die fleischfreie Lebensweise ist. Die KonsumentIn soll sich zum Beispiel bewusst sein, dass im deutschsprachigen Raum jedes Jahr rund 67 Millionen Schweine geschlachtet werden, wobei die allermeisten von ihnen in ihrem kurzen Leben niemals auch nur eine Minute unter freiem Himmel verbracht haben.
„Die Entscheidung Fleisch zu essen hat direkte Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, unsere Umwelt und natürlich die Tiere“, sagt Thomas Winger, Gründer von United Creatures und fügt hinzu: „Wir möchten über die Folgen, die unser Lebensstil nach sich zieht, aufklären und informieren – ohne erhobenen Zeigefinger.“

Wer den Ein- und Umstieg auf tierleidfreie Kost gleich probieren möchte, ist beim Veggie-Abo des VEBU richtig. Es bietet die Möglichkeit, die aufgezeigten Alternativen direkt zu testen. Kostenlos und unverbindlich steht den Nutzern der Online-Ernährungs-Coach über 30 Tage zur Seite und sendet jeden Tag eine E-Mail mit Rezepten und spannenden Informationen zur vegetarisch-veganen Lebensweise.

„Als KonsumentInnen greifen wir oft aus Zeitgründen zu uns bekannten Produkten“, meint Thomas Winger. „Dabei schmeckt eine gesunde, fleischlose Ernährung mindestens ebenso gut und schont Tiere, Umwelt und unsere Gesundheit. Es ist unsere Entscheidung.“

Kampagnenclip, Veggie-Abo und Hintergrundinformationen finden Sie unter: www.deineentscheidung.com

    Seit Donnerstag sind wir mit einer neuen Website online, die unsere aktuelle Kampagne begleitet. In dieser dreht es sich um die Auswirkungen der Wahl Deines Essens. Somit nennt sich die Kampagne auch „Deine Entscheidung“.

    Die Auswirkungen dieser Entscheidung können für andere und für einen selbst positiv oder negativ sein. Je nach dem was auf dem Teller landet, gibt es mehr oder weniger Tierleid, die Umweltbelastung variiert und die Mahlzeit ist unterschiedlich gesund. Und nicht zuletzt, geht es mit der Wahl Deines Essens auch um den guten Geschmack!

    Gewaltfreie Rezepte frei Haus

    Auf der Kampagnen-Website www.deineentscheidung.com werden Hintergrundinformationen rund um eine clevere Auswahl der Lebensmittel angeboten. Auf der dazugehörigen Facebook-Seite werden dazu regelmäßig noch weitere Fakten und Informationen geliefert.

    Und Rezepte, ganz ohne tierische Inhaltsstoffe, dafür SAUgut, gibt es auf der Website gleich im Doppelpack! Auf der einen Seite das Angebot eines Veggie-Abos frei Haus, bei dem alle die ein gewaltfreies Kochen ausprobieren möchten, 30 Tage lang per E-Mail täglich ein Rezept und Hintergrundinfos geschickt bekommen. Ohne Verbindlichkeiten oder ähnliches.

    Auf der anderen Seite gibt es eine Rezept-Datenbank, die sich nun nach und nach füllen wird, da hier jeden Montag ein Rezept hinzukommen wird.

    Deine Entscheidung auf YouTube

    Wir haben uns im Rahmen der Vorbereitung auf die Kampagne mit einem Kamerateam in einen Supermarkt gestellt und Menschen, die gerade zum Fleisch greifen wollten, überrascht. Mit einem lauten Schrei eines Schweins – und der Frage, was sich die Menschen über Fleisch und das fühlende Lebewesen dahinter denken. Dabei kamen zwei Videos heraus.

    Normalversion:

    Kurzversion:

    (mh)

      Das im Herder-Verlag erschienene Buch „Persönlichkeitsrechte für Tiere“ stellt die Frage, was eine Persönlichkeit auszeichnet, ob wir diese Aspekte auch bei bestimmten Tierarten finden und was das für moralische Konsequenzen haben sollte. Der Autor Karsten Brensing ist Meeresbiologe und Verhaltensforscher und arbeitet für die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDC. Aus diesem seinen Erfahrungshintergrund heraus zeigt er im Buch besonders viele Beispiele aus der Forschung rund um Wale und Delphine.

      persoenlichkeitsrechte_fuer_tiereEs lässt sich anhand wissenschaftlicher Ergebnisse zeigen, dass Delphine sich selbst Namen geben, mit denen sie sich rufen oder aufeinander referenzieren können. Das sie so komplexe Allianzen eingehen, wie wir sie nur Menschen zumuten. Das sie komplexe Aufgabenstellungen lösen können, Mitgefühl zeigen und ein Selbstbewusstsein haben. Und vieles mehr.

      Das er für einen ähnlichen Umfang an Fähigkeiten auch zahlreiche Belege bei den Menschenaffen (uns als Homo sapiens eingeschlossen) gibt, ist auch vielen, die sich mit der Thematik beschäftigen nicht ganz neu. Aber wie stark viele dieser Fähigkeiten ausgeprägt sind und wie viel wir darüber aus wissenschaftlicher Sicht wissen, ist sehr spannend.

      Und nicht zuletzt ein Papagei, der selbst Interviewfragen von Journalist*innen beantworten konnte, ohne diese eingeübt zu haben, Elefanten, die ihre Verstorbenen beerdigen oder Vögel, die sich selbst Werkzeuge bauen, um mit diesen für sie neue, komplexe Aufgaben zu lösen, lassen die Grenze zwischen dem Mensch und bestimmten anderen Tieren verschwimmen. Zumindest, wenn es darum geht, wer eine Person ist.

      Denn nach gängigen wissenschaftlichen Definitionen und Erkenntnissen gibt es eine Reihe an Tierarten, deren Individuen als Personen anzusehen sind. Und für Personen gelten schon heute Rechte; nur dass diese eben nur auf menschliche Personen angewandt werden.

      Aus ethischer Sicht ist für viele Menschen schon lang keine Frage mehr, ob wir moralisches Verhalten auch gegenüber Tieren zeigen sollten. Wie das Buch „Persönlichkeitsrechte für Tiere“ in einer gut geschriebenen Art und Weise zeigt, ist es bei bestimmten Tierarten auch wissenschaftlich keine Frage mehr, zumindest wenn man einer der wichtigsten moralischen Prinzipien des Menschen folgt: Im Zweifel für den Angeklagten.

      Das erste Kapitel des Buches ist eine fiktive Geschichte, die weder spannend zu lesen ist, noch wichtig für das restliche Buch. Von diesem schwachen Start ins Buch abgesehen liest sich „Persönlichkeitsrechte für Tiere“ sehr gut, da es überwiegend unterhaltsam geschrieben ist, die Lesenden gut einbezieht und spannende Tatsachen schildert. Die Darstellung der negativen Seiten des menschlichen Eingreifens in die Natur wird nur an wenigen Punkten beschrieben. Dies geschieht deutlich, aber weiter seriös. Das Buch „Persönlichkeitsrechte für Tiere“, stellt eine wirkliche Leseempfehlung dar.

      Persönlichkeitsrechte für bestimmte Tiere wären ein großer Schritt für die Entwicklung der menschlichen Moral – und ein wichtiger Schritt hin zu einer Welt des ehrlichen und verantwortlichen Handelns und ein Schritt hin zu universalen Tierrechten.

      Jetzt online bestellen: Persönlichkeitsrechte für Tiere: Die nächste Stufe der moralischen Evolution

      (mh)